André Anchuelo, Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte in Bremen, Berlin und Jerusalem, 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Ilka Schröder im Europaparlament in Brüssel, schreibt als freier Autor unter anderem für Jungle World, Konkret und Phase 2 über Nahostthemen, Antisemitismus und EU-Politik.
Rolf Behrens, geboren 1977, Studium der Kommunikationswissenschaft, Politik
und Geschichte in Münster und der Nahostwissenschaft an der Hebräischen
Universität in Jerusalem, Israel.
Autor des Buches "Raketen gegen
Steinewerfer". Das Bild Israels im "Spiegel". Eine Inhaltsanalyse
der Berichterstattung über Intifada 1987 – 1992 und "Al-Aqsa-Intifada
2000 - 2002".
Julia Iser, geb. 1976, Politikwissenschaftlerin an der Universität Gießen,
Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit".
Forschungsschwerpunkte: Empirische Theorienvergleiche, Vorurteilsforschung
Publikationen: Iser, J., Keil, S., Schmidt, P. (2002): Konkurrenz, Bedrohung
oder Bereicherung? Einstellungen gegenüber Ausländern in Israel
und Deutschland.? In: Literatur - Kultur ? Medien. Facetten der Informationsgesellschaft.
Hrsg. v. Carsten Gansel und Anna-Pia Enslin. Berlin: Weidler Verlag 2002.
S. 185-203); Schmidt, P., Iser, J. (2003):Gefährliche Werte? Was Konformität
und Tradition anrichten können. In: Heitmeyer, W. (Hrsg.): Deutsche Zustände.
Folge 2., Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2003; Heyder, A./Iser, J./Schmidt, P.
(2004): Israelkritik oder Antisemitismus? Meinungsbildung zwischen Öffentlichkeit,
Medien und Tabus. In: Heitmeyer, W. (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge
3., Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2003; Iser, J./Schmidt, P. (2005): Werte und
Big Five: Trennbarkeit der Konzepte und Erklärungskraft für politische
Orientierungen.In: Schuhmann, S. (Hrsg.): Persönlichkeit: Eine vergessene
Größe der empirischen Sozialforschung, Verlag für Sozialwissenschaften,
2005, , Iser, J./ Schönfelder, S. (2005): Rechtsextremismus und Antisemitismus-
Begriffe, Erscheinungsformen und Ausmaße. In:Koch-Laugwitz/ Rump-Räuber
(Hrsg.): Standpunkte- Pädagogische Strategien zur Auseinandersetzung
mit dem Antisemitismus, FES, 2005
Dr. Matthias Küntzel, geb. 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist.
Letzte Buchveröffentlichung: Djihad und Judenhass. Über den neuen
antijüdischen Krieg (Freiburg 2002).
Er ist seit 2004 associate researcher
des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA)
an der Hebrew University, Jerusalem und seit 2005 Mitglied der US-amerikanischen
Vereinigung "Scholars for Peace in the Middle East" (SPME).
Doron Rabinovici, Schriftsteller, Essayist und Historiker, 1961 in Tel Aviv,
seit 1964 in Wien.
Bücher: "Ohnehin. Roman" Suhrkamp, 2004.
- "Credo und Credit. Einmischungen", edition suhrkamp, 2001. - "Instanzen
der Ohnmacht. Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat", Jüdischer Verlag,
2000; - "Suche nach M. Roman in zwölf Episoden", Suhrkamp,
1997; - "Papirnik. Stories", edition suhrkamp, Ffm. 1994; - 2004.
Auszeichnungen u.a.: Jean-Améry-Preis, Clemens-Brentano-Preis der Stadt
Heidelberg (2002), Autor des Jahres der Zeitschrift Buchkultur (2004)
Lars Rensmann, geb. 1970 in Bochum, Dr. phil., Politikwissenschaftler,
studierte in Münster, Iowa, New York und Berlin und ist Wissenschaftlicher
Mitarbeiter/Leiter des Forschungsbreichs Rechtsextremismus am Moses
Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien an der Universität
Potsdam, Lehrbeauftragter am Geschwister-Scholl-Institut für Politische
Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Institut für
Politikwissenschaft der Universität Wien, Affiliate Professor an der
University of Haifa sowie z.Z. im Sommersemester 2006 Research Fellow am
Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien; zuvor
1999-2005 Wissenschaftlicher Assistent am Otto-Suhr-Institut für
Politikwissenschaft, 1999-2002 Visiting Scholar an der University of
California at Berkeley, 2003-2004 DAAD Post-Doktorand und Visiting Fellow am
Yale Center for International and Area Studies der Yale University, 2004
ZEIT-Guest Lecturer an der University of Haifa.
Forschungsschwerpunkte: Demokratietheorie und politische Ideengeschichte;
vergleichende europäische Parteienforschung; Rechtsextremismus und
Antisemitismus; politische Kulturforschung
Veröffentlichungen u.a.:
Kritische Theorie über den Antisemitismus, Hamburg 2001; Umkämpftes
Vergessen, Berlin 2000 (mit Micha Brumlik und Hajo Funke); Arendt und
Adorno, Frankfurt a.M. 2003 (hg. mit Dirk Auer und Julia Schulze Wessel);
Demokratie und Judenbild, Wiesbaden 2004; Rechtsextremismus in Deutschland
(mit Hajo Funke), Berlin 2005; Populisten an der Macht, Wien 2005 (hg. mit
Susanne Frölich-Steffen); The Political Theory of Post-National Democracy
(in Vorbereitung); zudem zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen in
Sammelbänden und Zeitschriften, u.a. in European Journal of Political
Theory, German Politics & Society, Patterns of Prejudice, Leo Baeck
Institute Yearbook u.v.a.
Juliane Wetzel, geb. 1957 in München, Dr. phil., 1987 Promotion in Geschichte
und Kunstgeschichte an der Ludwig Maximilians Universität München;
von 1987 bis Anfang 1991 Mitarbeiterin im Institut für Zeitgeschichte,
München; 1991-1995 wiss. Mitarbeiterin, seit 1996 wiss. Angestellte am
Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin. Geschäftsführende
Redakteurin des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung; Mitglied der Task
Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and
Research als Vorsitzende der Akademischen Arbeitsgruppe. Als Expertin Teilnehmerin
an den OSZE Konferenzen zum Antisemitismus in Wien (2003), Berlin (2004),
Cordoba (2005).
Zahlreiche Vorträge und Publikationen zu den Themen Juden unter nationalsozialistischer
Verfolgung (Deutschland, Frankreich, Italien), jüdische Nachkriegsgeschichte,
Rechtsextremismus und aktuelle Formen des Antisemitismus. Zusammen mit Werner
Bergmann, Manifestations of anti-Semitism in the European Union – First
Semester 2002 - Synthesis Report, 2003 (nur online verfügbar, da vom
Auftraggeber - EUMC - nicht offiziell veröffentlicht)
Mirjam Gläser, geb. 1969
Studium der Politikwissenschaft und Nordamerikanistik an der FU Berlin.
Von 1998-2002 Rundfunkjournalistin beim SFB/RBB.
Mirjam Gläser hat 2002 das Berliner MEMRI mitbegründet und ist dort
als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Geschäftsleiterin tätig.
"'Explore the Middle East through its own media!' ist das Motto von MEMRI, dem Middle East Media Research Institute. Als unabhängige NGO wurde MEMRI 1998 in den USA mit Sitz in Washington gegründet. MEMRI unterhält ein Medienzentrum in Jerusalem sowie Büros in Berlin, Bagdad und Tokio. Das 2002 gegründete Berliner Büro wendet sich vor allem an das deutschsprachige Publikum.
Mit seinen Übersetzungen und Analysen aus der arabisch- und persischsprachigen Presse richtet sich MEMRI an Politik, Medien und Wissenschaft, aber auch an die breite Öffentlichkeit, deren Aufmerksam- keit für die Region des Nahen und Mittleren Ostens in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Wir verfolgen dabei nicht das Ziel, die Medienlandschaften zwischen Kairo und Teheran repräsentativ abzubilden. Vielmehr konzentrieren wir uns auf Meinungen und Kommentare, die in relevanten Medien der Region zu von uns ausgewählten Schwerpunktthemen veröffentlicht werden: So dokumentiert MEMRI unter anderem radikale nationalistische, antisemitische und islamistische Positionen. Auf der anderen Seite sind es die moderaten, liberalen und fortschrittlichen Kräfte, deren Stimmen wir innerhalb der arabisch- und persischsprachigen Medienlandschaft für besonders bedeutsam halten. Nicht zuletzt um Stereotypen über "den Islam" oder die Gesellschaften der Region zu begegnen, wollen wir arabischen Reformern in der hiesigen Öffentlichkeit mehr Gehör verschaffen.
Weil in Massenmedien veröffentlichte Kommentare und Meinungen ihre Positionen
pointiert darlegen müssen, spiegelt auch unsere Textauswahl einzelne
Debatten mitunter in polarisierter Form wider. Das bitten wir unsere Leserinnen
und Leser bei der Einordnung der verschiedenen Beiträge zu berücksich-
tigen. Das Spektrum der von uns ausgewählten Texte aus arabischen und
persischsprachigen Medien soll Einblicke in zentrale politische, gesellschaftliche,
religiöse oder kulturelle Diskurse und Debatten im Nahen und Mittleren
Osten ermöglichen und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der
Region ergänzen.