Viel Dank an alle Unterstützer, Förderer, Partner und Freunde der Israel-Woche. Und besonders "Danke" an all jene vielen Menschen, die an diesen 13 Tagen eine der 60 Veranstaltungen besucht haben. Wir hoffen für Sie war es ebenso interressant wie für uns. Nächstes Jahr in Jerusalem!
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Der Gedanke an Israel löst bei uns vieles aus – nur keine Gleichgültigkeit. Das kleine Land am Mittelmeer weckt eine Fülle von Emotionen und Vorstellungen, die meist mehr über uns, als über Israel selbst aussagen. Der medial omnipräsente Nahostkonflikt prägt das Israelbild in Deutschland und überwältigt uns mit einer Masse an Berichten, Filmen und Bildern. Das wirklich vorhandene Wissen über die israelische Gesellschaft, Kultur und Geschichte bleibt jedoch bestenfalls fragmentarisch und oft von Vorurteilen geprägt, die nicht immer das Produkt mangelnder Informationen sind, sondern häufig dem gesellschaftlichen Bodensatz des Antisemitismus entspringen.
Seit der sogenannten zweiten Intifada hat sich dieses Bild in Deutschland nicht zum Besseren gewandelt: Während Israel in besonderem Maße von der weltweiten Gefahr des Terrorismus und dem Erstarken der antisemitischen islamistischen Bewegung bedroht ist, erleben wir in Deutschland eine stetige Entsolidarisierung mit Israel und eine Konjunktur des Antisemitismus. Während der Iran zur Vernichtung Israels aufruft und an der Atombombe bastelt, während die islamistische Terrororganisation Hamas die absolute Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung hinter sich versammelt, halten fast 2/3 der Deutschen Israel für die größte Gefahr für den Weltfrieden.
Die Israel-Woche bietet Gelegenheit, das eigene Bild von Israel zu überprüfen und zu erweitern. Sie ist ein Angebot an alle Menschen, sich Israel anzunähern, ohne eine weite Reise unternehmen zu müssen. Über 50 sehr unterschiedliche Veranstaltungen wollen ein Gefühl für die Realität der komplexen und pluralen israelischen Gesellschaft vermitteln. Nicht Projektionen, nicht Wunsch- oder Feindbilder sollen dominieren, sondern die Vielfältigkeit Israels.
Uns allen – Veranstaltern, Unterstützern und Förderern – geht es darum, die Solidarität mit der israelischen Bevölkerung zu stärken. Wir sind überzeugt, dass nur Informationen - statt Projektionen - zu einem aufgeklärten Israel-Bild und damit zu praktischer Solidarität führen können. Wir setzen uns damit für ein konsequentes Bekenntnis zum Existenzrecht Israels ein und verstehen unser Engagement als einen Beitrag zum aktiven Kampf gegen Antisemitismus.
Wer sich näher mit Israel beschäftigt, wird sich der Faszination dieses aufregenden und wunderbaren Landes von der Größe Hessens nur schwer entziehen können. Die Israel-Woche gefährdet damit nicht nur bestehende Vorurteile, sondern auch Ihre Urlaubspläne: Nächstes Jahr in Jerusalem!
Arbeitskreis Antisemitismus
Deutsch-Israelische Gesellschaft, AG München
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